Wie leben Betroffen mit der Lungenkrankheit COPD?

Vorschlag1, fotolia.de Wer die Diagnose COPD erhält, muss mit der Lungenkrankheit leben. Wie gehen Betroffene damit um? Wie richten sie ihr Leben ein? Was ändern sie? Lesen Sie hier die Erfahrungsberichte.

Auch Psyche spielt eine Rolle

Ich werde in diesem Jahr 65 Jahre alt und leide seit langem an COPD. Im Laufe der Zeit ging es mir mal besser und mal schlechter. Bei einer akuten Infektion der Atemwege geht dann so gut wie gar nichts mehr. Zurzeit bin ich in einer Lungensportgruppe, die sich wöchentlich trifft. Dort soll mit entsprechenden Übungen die Atmung verbessert werden. Sauerstoff bekomme ich noch nicht. Ich kann ein relativ normales Leben ohne körperliche und seelische Anstrengungen leben. Meine Hausarbeit erledige ich zum größten Teil noch selbst. Es dauert nur deutlich länger, als bei einem gesunden Menschen meines Alters. Ich bin überzeugt davon, dass auch die Psyche eine große Rolle bei der Bewältigung dieser Krankheit spielt. Ich versuche, mich von dieser Krankheit nicht unterkriegen zu lassen und mein Leben so normal wie möglich zu leben, mit allen Höhen und Tiefen.
Gisela aus F.

Nordsee empfehlenswert

Ich bin seit ca. 40 Jahren mit dieser Krankheit konfrontiert. Allerdings wurde sie seinerzeit als Bronchitis bzw. chronisches Asthma bezeichnet. Der Krankheitsverlauf war schleichend. Anfangs waren es öfters die üblichen Erkältungskrankheiten. Dann entwickelte sich im Laufe der Jahre eine chronische Bronchitis. Mittlerweile lebe ich nunmehr seit ca. 20 Jahren mit schwerstem Asthma und COPD. Ich bin jetzt 76 Jahre alt. Vor 20 Jahren ging ich in den vorzeitigen Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen. Habe mir, nachdem ich an der Nordsee einige Heilkuren machte und auch etwas an Besserung erfahren durfte, eine Ferienwohnung in Wyk auf der Insel Föhr zugelegt. Diese Möglichkeiten nutzte ich in den vergangenen Jahren so oft als möglich. Mir hat diese Entscheidung, mir dort eine Wohnung anzuschaffen, doch einiges an Erleichterung gebracht. Als ich seinerzeit, im Alter von 57 Jahren in den vorgezogenen Ruhestand ging, war eigentlich nur noch eine kurze Lebenszeit zu erwarten. Es sind nun doch, wenn auch zeitweise schlimme gesundheitliche Zeiten zu überstehen waren, 20 Jahre daraus geworden. Fazit, ich kann die Nordsee allen an Atemwegerkrankungen leidenden nur empfehlen.
Heinz aus E.

Eine Krankheit, die langsam voranschleicht

Mein Mann leidet seit vielen Jahren an COPD. Diese Krankheit schleicht langsam voran. Wichtig ist, dass der Betroffene in einer Lungenfacharztpraxis gut betreut wird! Inzwischen gibt es gute Medikamente zum Inhalieren und zusätzlich zum Einnehmen. Die Krankheit gilt als unheilbar, da Lungenbläschen zusammenkleben und platzen. Der Betroffene bekommt dadurch immer weniger Sauerstoff. Durch die guten Medikamente lässt es sich einigermaßen leben. Die Belastbarkeit wird immer weniger mit der Zeit. Spaziergänge sind kaum noch möglich. Inzwischen ist mein Mann 80 Jahre alt. Seit einer schweren Bronchitis haben wir ein Sauerstoffgerät im Haus. Ab und zu wird er ans Gerät angeschlossen, dann bekommt er konzentrierten Sauerstoff, das tut ihm gut. Wir führen, soweit es geht, ein normales Leben, mit Familie und Freunden, und freuen uns jeden Tag, dass wir uns noch haben.
Rita aus R.

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